Mein Name ist Oliver Mörtl. Die Liebe zur Fotografie habe ich bereits in jungen Jahren entdeckt. Mit der analogen Fotografie wuchs ich auf und lernte die Grundlagen der Fotografie sowie der Entwicklung und Vergrößerung. Nach einer pubertären Schaffenspause fotografiere ich seit geraumer Zeit digital mit einem Nikon SLR System. Ich musste lernen, dass die Bildbearbeitung in der digitalen Fotografie einen großen Teil der künstlerischen Arbeit ausmacht. Bestimmte Belichtungstechniken sind ohne eine nachträgliche Bildbearbeitung gar nicht möglich.

Ich leben seit meiner Geburt in Köln und habe diese Stadt in nunmehr 44 Jahren kennen und lieben gelernt.
Immer mal wieder, wenn es die Zeit erlaubt, fahre ich mit der KVB nach Köln steige aus und lasse mich treiben.
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Es sind nicht immer nur die Sehenswürdigkeiten von Köln, die es wert sind genauer hinzuschauen. Manchmal ist es ein ganz profaner Straßenzug in der nähe des Agnesviertels oder des Zülpicher Platzes mit seinen Häusern die gegensätzlicher nicht sein können. Nach zwei oder drei wunderschönen Häusern in barocker oder Jugendstielbauweise findet man die lieblos auf die Schnelle hochgezogenen Nachkriegsbauten.

Aber genau diese Gegensätze machen Köln aus. Sicherlich hat sich die Stadtplanung in den 50 und 60er Jahren nicht mit Ruhm bekleckert und so kam es dazu, dass z.B. Breschen geschlagen wurde, in denen regelrechte Stadtautobahnen verlaufen oder die Alte Oper am Habsburgerring abgerissen und von dem jetzigen, nicht sehr repräsentative Gebäude am Offenbachplatz, abgelöst wurde.

Wussten Sie übrigens, dass dort wo die Alte Oper zwischen 1900 und 1902 gebaut wurde, heute ein Glaskasten thront in dem sich derzeit das Barceló Hotel gegenüber vom Rudolfplatz befindet. Seinerzeit wurde diese Gebäudeform absichtlich so gewählt, um die dahinter liegenden Gründerzeithäuser zu verdecken. Im Hotelgarten gibt es seit 1990 eine Gedenkplatte, die an die alte Oper erinnert.

Es gibt eine Menge von Verfehlungen der Stadtplanung aber dennoch ist die Stadt wieder mal besser als ihr Ruf. Es gibt eine ganze Menge Nadeln im Heuhaufen die man einfach nur finden muss. Und genau das versuche ich, wenn ich durch Köln schlendere.
Ich möchte hier künftig diese Wege durch Köln bildlich sowie schriftlich dokumentieren um Ihnen dadurch die Stadt abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten ein wenig näher zu bringen. Das wird nicht von heute auf morgen der Fall sein aber wenn Sie hin und wieder reinschauen ist vielleicht die ein oder andere neue Tourbeschreibung online.





     

     

Vom Dom zum Mediapark

Mit der S Bahn sind fuhr ich an einem sonnigen Urlaubstag Nachmittag zum Kölner Hbf. Von dort aus ging ich durch die direkt vom Hbf wegführende Strasse “An den Dominikanern”. Der Name geht zurück auf das alte Dominikanerkloster auf dessen Platz später die Hauptpost errichtet wurde.Nach der Säkularisation wurde auf dem Gelände eine Artillerie Kaserne errichtet. Nach deren Wegzug entstand das hier abgebildete Hauptpostamt. Das hier gezeigte Amtsgebäude war schon bald recht marode. Nach dem Kriege wurde das Gebäude "entrümpelt", so dass der Denkmalschutz das Gebäude für nicht mehr denkmalwürdig ansah und es zum Abriss freigab. Und heute steht dort ein Seniorenstift von wenig ansprechender Architektur. Heute steht das Dominikanerkloster heilig Kreuz (http://www.dominikanerkloster-koeln.de/) übrigens in der Lindenstr. Dieses Kloster habe ich übrigens auf einer anderen Tour durch Köln entdeckt, aber dazu in einer anderen Tourbeschreibung mehr.

Von dort aus ging es weiter an der über die Straße “Unter Sachsenhausen”
an der IHK vorbei, Richtung “An St. Gereon”. Ursprünglich war die IHK an der Adresse Unter Sachsenhausen 4 beheimatet. Im Bombenenhagel 1944 wurde das Gebäude fast völlig zerstört. Da später an dieser Stelle die Nord Süd Fahrt geplant wurde, wurde das das neue Gebäude der IHK 1952 in wenig beeindruckendem Baustil ein paar Meter weiter Richtung Dom gebaut.

An der romanischen Kirche St. Gereon machte ich halt und nahm mir Zeit, die Kirche zu besichtigen.

Die angeblich von Kaiserin Helena errichtete Kirche St. Gereon stammt in ihren ältesten Teilen aus der Mitte des 4. Jahrhunderts, Sie lag ursprünglich außerhalb der Stadtbefestigung. Spätestens seit dem 7. oder frühen 8. Jahrhundert muss es bei der Kirche ein Kloster oder Stift gegeben haben. Der spätantike Bau wurde immer wieder restauriert und erweitert. Heute erhebt sich über dem spätantiken Ovalbau der bedeutende romanische Sakralbau St. Gereon aus dem 13. Jahrhundert.

Im Anschluss machte ich Pause in einer urtypischen Eckkneipe “Em Hähnche” am Gereonskloster, Ecke Christophstrasse. Seit nunmehr 50 Jahren ist diese Kneipe ein beliebter Treff für Jung und Alt im Gereonsviertel unmittelbar am Gereonskloster. Nach kölschen Tapas (Henning Krautmacher, der Sänger der Höhner hat übrigens darüber ein Buch geschrieben http://www.koelsche-tapas.de/index.php?page=buch) und ein bis zwei Kölsch ging es weiter Richtung Kaiser Wilhelm Ring den ich überquerte in die Gladbacher Strasse Richtung Neustadt Nord hinein in die hinter dem Mediapark liegenden Grüngürtel.

Von dort kommt man geradewegs zum Colonius, wie man den Ferhsehturm in Köln nennt. Der Name wurde dem Turm im Rahmen
eines Wettbewerbes unter Kölner Bürgern gegeben.

Der Colonius wurde am 3. Juni 1981 eingeweiht. Der Fernmeldeturm an der Inneren Kanalstraße in Köln, ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Er ist der höchste in Nordrhein-Westfalen und der siebthöchste Fernmeldeturm in Deutschland. Zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung war der Colonius 252,9 Meter hoch. Anfang der 1990er Jahre wurde die Turmspitze ausgewechselt und durch eine längere ersetzt. Die Höhe beträgt nun 266 Meter. Im April 2004 wurde diese Turmspitze mit Hilfe eines Hubschraubers ausgetauscht, um die Ausstrahlung von Digitalfernsehen im Köln-Bonner Raum zu ermöglichen. Die Turmhöhe blieb dabei konstant.

Hier endete meine Tour für heute. Ich nahm die Bahn von der Venloer Str. zurück.














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